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Mit einer effizienten Fehlersuchstrategie verkürzen Sie Stillstandzeiten drastisch

Maschine_Herstellung_14009530.jpgDas kennen Sie mit Sicherheit auch: Es ist eine Störung eingetreten und Sie eilen zum Ort des Geschehens. Sie stehen vor der fehlerhaften Anlage und wissen zunächst einmal gar nicht, wo Sie mit der Fehlersuche beginnen sollen. Bevor Sie einen klaren Gedanken fassen können, ruft auch schon die Geschäftsleitung an und will wissen, wo der Fehler liegt und wie lange der Stillstand dauert. Ihr Chef beendet das Gespräch mit dem Hinweis: „Der Fehler muss umgehend behoben werden!“ Als ob Sie das nicht eh wüssten.

Sie machen sich endlich daran, die Situation genauer zu untersuchen, da kommt auch schon der Abteilungsleiter Produktion und fragt Sie: „Dau-ert das noch lange?“ In dieser Stresssituation ist es kaum möglich, systematisch einen Fehler zu finden. Die richtige Fehlersuchstrategie ist also wesentlich mehr als ein Fehlersuchbaum oder eine Checkliste. Sie müssen auch das richtige Umfeld schaffen, damit Sie oder Ihre Mitarbeiter konzentriert an die Arbeit gehen können.


Schaffen Sie das richtige Umfeld für effizientes Arbeiten

Die größte Gefahr bei der Fehlersuche ist eine Gedankenblockade. Je nach Persönlichkeit stellt sich diese hemmende Situation mehr oder weniger früh ein. Der Grund dafür ist aber immer Stress. Wenn Sie einen Ihrer Mitarbeiter mit einem Reparaturauftrag zu einer Störung geschickt haben, sorgen Sie dafür, dass er dort unter keinen Umständen gestört wird. Erstellen Sie nicht nur Notfallpläne für die Mitarbeiter in Ihrem Team sondern beziehen Sie auch die Kollegen der anderen Abteilungen mit ein.

So vermitteln Sie das Gefühl, dass alle Mitarbeiter bei der Reparatur ihre Aufgabe haben. Weisen Sie auch deutlich darauf hin, dass allein Sie für Rückfragen zuständig sind. Die Hemmschwelle, Sie anzurufen dürfte wesentlich höher liegen, als den Monteur vor Ort persönlich zu fragen.


Bieten Sie Sicherheit mit standardisierten Abläufen

Die Behebung einer Störung kann eine sehr komplexe Aufgabe sein. Gleichzeitig blockiert aber der enorme Druck das Denken und die notwendige Kreativität. Das Resultat: Es wird wild drauf los probiert. Auf dem Weg zum vermeintlichen Fehler erkennt Ihr Monteur aber vielleicht, dass dieser Fehler doch unwahrscheinlicher ist als er dachte. Oder die weitere Untersuchung erfordert Arbeiten, die mit einem erheblichen Zeitaufwand verbunden sind. Der Weg wird nicht zu Ende gegangen und eine neue mögliche Ursache ins Auge gefasst.

Die beste Waffe gegen dieses unsystematische Herumprobieren sind standardisierte Abläufe und die Unterstützung Ihrer Monteure während der Arbeit.

Am besten legen Sie die Anleitungen in einer hierarchischen Struktur an. Die oberste Ebene bildet der Notfallplan. Je höher sich die Anleitung in der Hierarchie befindet, desto besser lässt sie sich verallgemeinern. Diese Allgemeinformen können Sie dann als Muster nehmen und für andere Anwendungen mit den notwendigen Informationen ergänzen.

Die Schritte in der Spalte „Aktion“ im Notfallplan bleiben immer gleich. Löschen Sie die Einträge hinter den Aktionen und füllen Sie sie jeweils für die neue Reparatursituation aus.

1. Schritt: Kategorisieren Sie den Fehler

Häufig beginnen Fehlersuchbäume mit der Abfrage der energetischen Versorgung. Der Monteur arbeitet hier aber eventuell viele Schritte durch, die sich bei der folgenden Einteilung erübrigen.

Die Überprüfung der Energieversorgung kann mit einem gewissen Aufwand verbunden sein (Entfernen von Abde-ckungen, Abziehen von Steckverbindern). Ein einfacher Funktionstest erübrigt aber in den meisten Fällen die separate Überprüfung der Versorgung.

Aus diesem Grund sollte zu Beginn der Fehlersuche immer ein kurzer Funktionstest stehen, der folgende Ergebnisse liefert:

Keine Funktion: Die Anlage reagiert überhaupt nicht und zeigt keine Reaktion auf Bedienungselemente. In diesem Fall handelt es sich um einen Fehler in der energetischen Versorgung.


 
 
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